Risiko-Kennzahlen erklärt
Drawdown, Volatilität, Verlustquote und Nettoergebnis verständlich erklärt. Lerne, warum du Aktienkennzahlen im Zusammenhang betrachten solltest.
Bei der Bewertung einer Anlageidee reicht es nicht, nur auf mögliche Rendite zu schauen. Schwankungen, Verlustphasen und die Verteilung historischer Ergebnisse helfen dabei, Unsicherheit besser zu beschreiben. Keine einzelne Kennzahl bildet das gesamte Risiko ab.
Die wichtigsten Kennzahlen
Drawdown
Der Drawdown misst den Rückgang vom vorherigen Höchststand bis zu einem späteren Tiefpunkt. Er beschreibt eine Verlustphase innerhalb eines betrachteten Zeitraums. Er sagt nicht allein, wie wahrscheinlich ein ähnlicher Rückgang künftig ist.
Volatilität
Volatilität beschreibt die Streuung beziehungsweise Schwankungsintensität von Renditen. Hohe Volatilität bedeutet stärkere Schwankungen, aber nicht automatisch, dass die nächste Kursbewegung negativ ausfallen wird.
Trefferquote und Plusquote
Die Trefferquote gibt an, wie häufig ein definiertes Ereignis eingetreten ist. Sie sagt ohne Kenntnis der durchschnittlichen Gewinne und Verluste wenig über das Gesamtergebnis aus.
Nettoergebnis und Profitfaktor
Ein Nettoergebnis berücksichtigt die eingestellten Kostenannahmen. Der Profitfaktor setzt die Summe positiver Ergebnisse ins Verhältnis zur Summe negativer Ergebnisse. Beide Werte hängen von Testdesign, Zeitraum und Kostenmodell ab.
Schlechte Szenarien
Quantile wie eine untere Zehn-Prozent-Grenze beschreiben, wie die Ergebnisse in einem Teil der historischen Vergleichsfälle ausfielen. Sie sind keine garantierte Verlustgrenze und keine vollständige Aussage über Extremereignisse.
Risiko in Aktien Helfer einordnen
Öffne nach der Analyse den Bereich „Score & Risiko“. Beachte neben Durchschnittswerten die Verlustkennzahlen, die Zahl der Vergleichsfälle und die Datenqualität. Ein rechnerischer Stopp- oder Positionswert ist keine Garantie, dass Verluste auf diesen Betrag begrenzt bleiben.